Werkstatt und Lager

RW Werkstatt und Lager

Ist geplant, kleinere Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen, ist eine Werkstatt einzurichten.

Für die Lagerung von Verbrauchs­material und anderen Materialien werden ausreichend große Lagerräume benötigt.

Folgende grundsätzliche Anforderungen sind für die Planung einer Werkstatt zu berücksichtigen:

  • Beleuchtungsstärke 300 bis 500 Lux blendfrei in Abhängigkeit der Arbeitsaufgabe.
  • Die Leuchten müssen gegen mechanische Beanspruchungen geschützt sein (siehe DIN EN 50102 „Schutzarten durch Gehäuse für elektrische Betriebsmittel gegen äußere mechanische Beanspruchungen (IK-Code)“).
  • Verkehrswegbreiten (mindestens 0,875 m) und Arbeitsplatzmaße (mindestens 8 m²) müssen berücksichtigt werden (siehe ASR A1.8 „Verkehrswege“, ASR A1.2 „Raumabmessungen und Bewegungsflächen“).
  • Stell- und Funktionsflächen vor Werkstattmaschinen (siehe ASR A1.2 „Raumabmessungen und Bewegungsflächen“).
  • Maschinen müssen am Boden oder auf der Werkbank sicher gegen Herabfallen oder Kippen gesichert sein.
  • Der Fußboden muss frei von Stolperstellen sein und der Bewertungsgruppe der Rutschgefahr R 10 entsprechen.
  • Die Anschlüsse der Maschinen müssen so verlegt werden, dass sie gegen Beschädigungen geschützt sind und keine Stolperstellen bilden.
  • Eine Stromversorgung für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel durch Energieleisten an der Wand oder über an der Decke befestigte Energieampeln.
  • Eine Stromversorgung über 30 mA FI-Schutzschalter.
  • Je nach Maschineneinsatz sollten Lärmminderungsmaßnahmen berücksichtigt werden (DGUV Information 209-023, bisher BGI 688 „Lärm am Arbeitsplatz“).
Lagerräume

Für kleine Stützpunkte mit drei Einsatzfahrzeugen gilt für La­gerräume eine Mindestfläche von 35 m² (DGUV Information 205-016, bisher GUV-I 8680 „Sicherheit im Stützpunkt einer Hilfeleistungsorganisation“). Größere Stützpunkte bedürfen noch größerer Lagerflächen.

„Allgemeine Anforderungen an Abstell- und Lagerräume:

  • gute Erreichbarkeit, zentrale Lage
  • keine Türschwellen
  • ausreichende Türbreiten in Abhängigkeit des Lagerguts
  • Größe des Lagerraums in Abhängigkeit der geplanten Lagermenge bzw. Nutzung
  • effektive Nutzung des Raums durch die Aufstellung von Regalen“

(Siehe DGUV Information 207-016, bisher GUV-I 8681 „Neu- und Umbauplanung unter Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes“)


Regallager
  • Verkehrswege für Fußgänger zwischen Lagereinrichtungen müssen mindestens 1,25 m breit sein.
  • Gänge, die nur für das Be- und Entladen von Hand bestimmt sind (Nebengänge), müssen mindestens 0,75 m breit sein.
  • Verkehrswege für kraftbetriebene Fördermittel müssen so breit sein, dass auf beiden Seiten der Fördermittel ein Sicherheitsabstand von 0,5 m gewährleistet ist.
  • Durchgänge in Regalen müssen eine lichte Höhe von mindestens 2,00 m haben.
  • Die nicht für die Be- und Entladung vorgesehenen Seiten von Regalen müssen gegen Herabfallen von Ladeeinheiten gesichert sein.
  • Ortsfeste Regale mit einer Fachlast von mehr als 200 kg oder einer Feldlast von mehr als 1000 kg müssen deutlich erkennbar und dauerhaft gekennzeichnet sein.
  • Die Beleuchtungsstärke soll in einer Höhe von 0,85 m über dem Fußboden mindestens 50 Lux betragen. Für höhere Sehaufgaben, z. B. bei Kleinteilelagerung und Leseaufgaben, soll die Nennbeleuchtungsstärke mindestens 200 Lux betragen, damit Aufschriften von Lagerteilen und Regalaufschriften gelesen werden können. Auch in Versand- und Verpackungsbereichen von Zentrallagern muss die Beleuchtungsstärke 200 Lux betragen.
  • Bei hohen Regalen sind geeignete Zugänge, wie z. B. Einhängeleitern oder Tritte, erforderlich.
  • Luftöffnungen oder Leuchten dürfen durch Regale nicht zugestellt werden. Zugebaute Leuchten bewirken eine Leuchtstärkereduzierung und können durch Erwärmung zu einer erhöhten Brandgefahr führen.

Ein Regal ist standsicher, wenn

  • die Höhe kleiner ist als die fünffache Tiefe,
  • eine Verankerung mit den Wänden besteht,
  • Verbindungen und Aussteifungen fest sind.
Stand: 03/2016