Simulationsaußengelände

RW Simulationsaußengelände

Auf dem Außengelände der Rettungswache kann unter realitätsnahen Bedingungen das Vorgehen bei Verkehrsunfällen geübt werden. Dazu gehören z. B. Übungen an einem abgestellten PKW, Fahrrad oder Roller. Diese Umgebung ermöglicht es, typische Einsatzlagen des Rettungsdienstes nachzustellen, wie sie im öffentlichen Verkehrsraum auftreten.

Da im Außengelände oft mit beengten Flächen, unebenem Untergrund oder verschiedenen Witterungen gearbeitet wird, ist der Schutz aller beteiligten Personen von besonderer Bedeutung. Der gesamte Übungsbereich muss klar abgegrenzt und gegen unbefugtes Betreten gesichert sein. Die Nutzung erfolgt ausschließlich mit vollständiger persönlicher Schutzausrüstung. Dazu zählen Sicherheitsschuhe, Schutzbekleidung inklusive Augenschutz und gegebenenfalls Schutzhelme, insbesondere wenn Fahrzeuge oder technische Geräte bewegt werden.

Für die Darstellung von Verletzungen können neben Übungspuppen auch Mimen eingesetzt werden. Die Mitwirkung von Personen erfordert besondere Sorgfalt. Mimen müssen klar über ihre Rolle, mögliche Bewegungsabläufe und erwartbare Belastungen informiert sein. Ihre Sicherheit steht jederzeit an erster Stelle. Sie dürfen nie in Situationen gebracht werden, die echte Verletzungen verursachen könnten. Auch ihre Kleidung, Lagerung und Position müssen ständig überwacht werden, damit sie nicht zwischen Fahrzeugteilen eingeklemmt werden können oder auf unebenem Untergrund stürzen. Wird mit Mimen gearbeitet, sind regelmäßige Pausen, klare Hinweise zur Sicherheit und eine ständige Beobachtung erforderlich. Die Darstellung von Verletzungen darf ausschließlich mit sicheren Methoden erfolgen und muss im Vorfeld geübt werden.

Bei Nutzung eines PKWs für die Übung ist sicherzustellen, dass das Fahrzeug stabil steht und keine scharfen Kanten oder lose Bauteile vorhanden sind, die eine Verletzungsgefahr darstellen könnten. Auch Glasscherben, Ölreste oder andere Rückstände sind vor Beginn der Übung zu entfernen. Werden technische Geräte genutzt, wie z. B. hydraulische Werkzeuge oder Beleuchtungssysteme, müssen diese so betrieben werden, dass keine zusätzlichen Gefahren entstehen. Kabel sind geordnet zu verlegen und dürfen keine Stolperstellen bilden.

Vor jeder Übung ist eine Gefährdungsbeurteilung erforderlich (§ 3 DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“). Sie berücksichtigt sowohl die Art des Unfallbildes als auch die Beschaffenheit des Bodens, die eingesetzten Fahrzeuge, die eingesetzten Personen und die geplanten Bewegungsabläufe. Ziel ist es, den Außenbereich so vorzubereiten, dass die Lage realistisch wirkt, jedoch keine unnötigen Risiken entstehen.
Dazu gehören klare Kommunikationsregeln und ein eindeutiges Abbruchsignal, das jederzeit von allen Beteiligten ausgesprochen werden kann. Auch muss stets eine verantwortliche Person anwesend sein, die nicht aktiv an der Übung teilnimmt und die Situation überwacht. Eine Erste-Hilfe-Ausstattung ist griffbereit vorzuhalten, ebenso ein planbarer Zugang für den Rettungsdienst, falls ein echter Zwischenfall eintreten sollte.

Das Außengelände muss vollständig gesichert sein. Dazu gehört eine klare und durchgehende Absperrung, bevorzugt in Form eines festen Zaunes, der verhindert, dass fremde Personen oder Tiere in den Übungsbereich gelangen. Die Absperrung soll so gestaltet sein, dass sie den gesamten Trainingsraum eindeutig abgrenzt und ein unbeabsichtigtes Betreten zuverlässig ausschließt.
Zugänge sind während der Simulation zu verschließen oder deutlich sichtbar zu kennzeichnen, sodass nur befugte Personen den Bereich betreten können. Diese Maßnahme schützt nicht nur Übende, sondern verhindert auch, dass Unbeteiligte in eine laufende Übung gelangen oder Tiere den Ablauf stören, was für alle eine erhebliche Gefahr darstellen könnte.

Darüber hinaus sollen Fahrzeuge, Übungsmaterial und technische Geräte so abgestellt oder gesichert werden, dass sie stabil stehen und auch bei Wind oder unvorhersehbaren Bewegungen nicht zur Gefahr werden. Die gesamte Umgebung muss vor Beginn der Simulation kontrolliert werden, damit ausgeschlossen ist, dass sich jemand unbemerkt im Szenario aufhält oder sich Gefahrenquellen aufgebaut haben.

Durch diese sorgfältigen Vorbereitungen können technische Rettung und Versorgung von verunfallten Personen unter sicheren Bedingungen trainiert werden. Gleichzeitig bleiben Grundsätze des Arbeitsschutzes gewahrt und die Simulation erfüllt ihren Zweck, Handlungssicherheit und Teamarbeit für den realen Einsatz zu verbessern.

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